Unstetigförderer gehören, wie die Stetigförderer, zu den gängigen Fördermitteln, die in Betrieben und Lägern anzufinden sind. Die bekanntesten unter den Unstetigförderern sind ganz klar Der Gabelstapler, der Handgabelhubwagen, sowie Krane & und Aufzüge.

Unstetigförderer befinden sich, wie der Name schon vermuten lässt, unstetig in Bewegung, also nur wenn sie benutzt werden. Unstetigförderer werden meistens manuell bedient und sind in ihrer Flexibilität und ihren Wegen nicht eingeschränkt, anders als die Unstetigförderer.

Unterschieden wird zwischen den Unstetigförderern nochmals zwischen Hebezeuge und Flurförderzeuge.

Hebezeuge

Hebezeuge sind flurfrei, was bedeutet, dass sie keine Fahrwege (Flure) benötigen. Sie dienen dem Heben und Bewegen großer und schwerer Güter.

Man unterscheidet auch hier wieder zwischen fahrbaren Hebezeugen und ortsfesten Hebezeugen.

Ortsfeste Hebezeuge wären z.B. Aufzüge, die die Güter fest geführt transportieren.

Fahrbare Hebezeuge wären z.B. Krane, die die Güter freischwebend oder mitschwebend transportieren.

Flurförderzeuge

Flurförderzeuge sind flurgebunden, d.h. sie benötigen Fahrwege (Flure) zum fahren. Flurförderzeuge wird wohl jeder kennen und schon einmal gesehen oder bedient haben. Bedient werden sie manuell, maschinell oder automatisch und befördern, ziehen oder schieben Güter.

Darunter zählen z.B.:

  • manuelle Flurförderzeuge, wie den Hubwagen
  • maschinelle Flurförderzeuge wie den Gabelstapler und
  • automatische Flurförderzeuge wie z.B. fahrerlose Transportsysteme (FTS)

Arten von Hebezeuge

Krane

Krane sind die wohl in der Praxis am häufigsten eingesetzten fahrbaren Hebezeuge. Sie befinden sich an Wänden, Decken oder auf Säulen und heben die Ware und Güter an, staplen diese übereinander und transportieren sie an einen beliebigen Ort. Krane arbeiten horizontal, vertikal und diagonal.

Im Lager werden meist folgende Kranarten eingesetzt: Deckenkrane, Laufkrane, Portalkrane, Stapelkrane, Knickarmkrane und Schwenkkrane.

Kranarten

Nachfolgend werden die gängisten Kranarten in Lagern kurz beschrieben und erläutert.

Deckenkran

Deckenkrane haben einen starr an der Hallendecke befestigten Kranträger. Lediglich die Laufkatze bzw. Krankatze (also das Lastaufnahmemittel, mit dem die Güter aufgenommen und transportiert werden) bewegt sich am Kranträger entlang.

Deckenkrane eignen sich, wenn man nur ein kleines Lager hat, oder den Kran nur für einen bestimmten, kleinen Teil des Lagers benötigt.

Laufkran

Die Reichweite der Laufkrane umspannen nicht einen kleinen Teil des Lagers, wie bei den Deckenkranen, sondern können das gesamte Lager in der Länge, als auch in der Breite umfassen und operieren.

Statt starren Kranträger, sind diese bei Laufkranen fahrbar auf Schienen und Laufrollen installiert.

Portalkran

Portalkrane besitzen ein Türrahmen-, Tor- oder Schaukelähnliches Gestell, dass Portal genannt wird. Die Laufkatze bewegt sich längs entlang der Kranbrücke hin und her.

Portalkrane eignen sich sowohl für Lagerhallen, als auch im Freien, wo sie häufiger vorzufinden sind.

Ihr Einsatzbereich umfasst z.B. neben Güterumschlag- und Lagerplätzen, Montagehallen, Werften und Gleisbauzügen. Sie heben sehr schwere Lasten.

Portalkrane gibt es als Halb- oder Vollportalkran mit Einträger- oder Zweiträgerausführung.

Schwenkkran

Schwenkkrane haben einen schwenkbaren Ausleger.

Unterschieden wird zwischen:

  • Säulenschwenkkrane: Können an jeder beliebigen Stelle installiert werden. Sie stehen frei und besitzen einen Schwenkwinkel von 360°. Geeignet sind sie vor allem für Freilager, Verladerampen und Lagerhallen.
  • Wandschwenkkrane: Können nur an Wänden installiert werden. Sie besitzen einen Schwenwinkel von 180°.

Knickarmkrane

Knickarmkrane besitzen einen Ausleger mit Gelenk.

Arten von Flurförderzeugen

Manuelle Flurförderzeuge

Manuelle Flurförderzeuge werden manuell per Hand betrieben. Dadurch weisen wie keinen Automatisierungsgrad auf, sind aber dafür frei fahrbar.

Zu den manuellen Flurförderzeugen gehören z.B.:

  • Dreieckroller
  • Viereckroller
  • Schwerlastroller
  • Handgabelhubwagen
  • Handwagen
  • Handstapler und
  • Sackkarren

Maschinelle Flurförderzeuge

Besitzen im Gegensatz zu den manuellen Flurförderzeugen wenigstens einen geringen bis mittleren Automatisierungsgrad.

Zu den maschinellen Flurföderzeugen gehören z.B.:

  • Wagen
  • Schlepper
  • Gabelhochhubwagen
  • Gabelniederhubwagen und natürlich
  • Gabelstapler

Automatische Flurförderzeuge

Automatische Flurförderzeuge besitzen einen sehr hohen Automatisierungsgrad.

Zu den automatischen Flurförderzeugen gehören z.B.:

  • Fahrerlose Transportsysteme (FTS) und
  • Regalförderzeuge (RFZ)
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